„Der Spickzettel“ ist erneut die beste Schülerzeitung des Rheinlandes. Die Jungredakteurinnen und -redakteure vom August-Dicke-Gymnasium in Solingen verteidigten ihren Titel bei der 44. Auflage des Schülerzeitungswettbewerbs der rheinischen Sparkassen, der in Zusammenarbeit mit den zehn Tageszeitungen der Region durchgeführt wird, und wurden mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro belohnt.
Doch Urkunden, Preisgelder und anerkennende Worte für ihre journalistische Arbeit gab es bei der Preisverleihung am Mittwoch im Gebäude des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV) in Düsseldorf auch für 20 weitere Redaktionen.
Die Best-Platzierten überzeugten neben der Jury aus Medien- wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Redakteurinnen und Redakteuren der rheinischen Tageszeitungen auch Dr. Urban Mauer, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein- Westfalen, und RSGV-Präsident Michael Breuer, die die Auszeichnungen vornahmen.
Ebenfalls unter den Gästen war Jochen Trum, Leiter der Programmgruppe Politik und Dokumentation NRW beim WDR. Der heutige Vorsitzende der Landespressekonferenz NRW hatte als Schüler selbst am Wettbewerb teilgenommen und gab den Preisträgerinnen und Preisträgern jetzt spannende Einblicke in den Berufsalltag eines Fernsehjournalisten.
Staatssekretär Dr. Mauer lobte die ausgezeichneten Redakteurinnen und Redakteure und würdigte die Arbeit der Schülerzeitungen insgesamt: „Ohne Schülerzeitungen sind unsere Schulen nicht vorstellbar. Die Zeitungen sind wichtiger Bestandteil des Lebensorts Schule und sie bilden ihn ab – in spannenden Hintergrundgeschichten, emotional berührenden Bildern und mit vielen weiteren journalistischen Stilformen. Die Redakteurinnen und Redakteure begeistern ihre Mitschülerinnen und Mitschüler nicht nur mit ihrem Können und ihrer Kreativität, sondern zeigen ihnen auch, wie wichtig der sorgfältige Umgang mit Medien, gut recherchierte Geschichten und eine freie Berichterstattung sind. Damit schlüpfen die Journalistinnen und Journalisten bereits in ganz jungen Jahren in Rollen, die für unsere Demokratie und unser Miteinander unverzichtbar sind. Medien prägen unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung – und ich danke den journalistisch tätigen Schülerinnen und Schülern sehr, dass sie diesen Gedanken früh verinnerlicht haben und unsere Schulen mit ihren außergewöhnlichen Leistungen bereichern.“
RSGV-Präsident Michael Breuer zeigte sich ebenfalls angetan von der Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger: „Ich finde es beeindruckend, mit welchem Engagement ihr gesellschaftliche, politische und schulische Themen aufgreift und journalistisch aufbereitet. Ihr beleuchtet verschiedene Perspektiven, stellt kluge Fragen und übernehmt damit Verantwortung für ein lebendiges, informiertes Schulleben. Gerade in einer Zeit, in der uns täglich eine Flut an Informationen erreicht, ist es wichtiger denn je, kritisch zu hinterfragen, sorgfältig zu recherchieren und verlässliche Quellen zu nutzen. Dass Ihr diese Herausforderungen so beherzt annehmt, zeigt Mut, Neugier und eine große Portion Medienkompetenz. Ich wünsche euch, dass Ihr mit dieser Leidenschaft weitermacht – denn genau so entstehen starke, glaubwürdige Schülerzeitungen.“
Im vergangenen Jahr im Hauptwettbewerb (Klassen 5 bis 13) bereits mit einem Sonderpreis ausgezeichnet, belegt die Redaktion „Was Strammes“ von der Erich-Kästner-Schule in Bergheim in diesem Jahr hinter dem „Spickzettel“ den zweiten Platz und erhält 1.500 Euro Preisgeld. Der dritte Platz, mit 1.000 Euro dotiert, geht in diesem Jahr an die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule der Stadt Brühl und ihrer Schülerzeitung „Spam(!)“.
Platz vier und damit 750 Euro gehen an die Redaktion von „Das Buchenblatt“ vom Ferdinand Franz Wallraf Gymnasium in Köln. Die Zeitung „Der springende Punkt“ hat es in diesem Jahr unter die Top fünf geschafft. Die Schülerinnen und Schüler des St. Ursula Gymnasiums in Aachen dürfen sich über den fünften Platz und 500 Euro freuen.
Erneut einen Sonderpreis in Höhe von 300 Euro erhält die Redaktion von „Die Unvollendete“ des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums in Wuppertal für das Titelthema „Natur“.
Ein weiterer Sonderpreis wird an die Redaktion der Schülerzeitung „Neunlive“ für deren Unterhaltsamkeit verliehen. Die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Niederpleis aus Sankt Augustin dürfen sich über 300 Euro Preisgeld freuen.
Im Wettbewerb der Grundschulen gibt es neue und alte Bekannte: So hatte der „Kendikracher“ der Gemeinschaftsgrundschule Kendenich in Hürth bereits in den Vorjahren die Jury überzeugt und war auch im Wettbewerb der Länder erfolgreich – auch in diesem Jahr hat sich die Zeitung durchgesetzt und belegt erneut den ersten Platz, der mit 700 Euro dotiert ist.
Auf dem zweiten Platz landet die Zeitung „Oberdolly“ der Gemeinschaftsgrundschule Oberdollendorf in Königswinter. Die Schülerinnen und Schüler freuen sich über 500 Euro Preisgeld.
Der dritte Platz geht an die Zeitung „Wiesen-News“ der Städtischen Katholischen Grundschule Wiesenstraße in Kempen (400 Euro Preisgeld), Platz vier an „Berren-Stark“ der Katholischen Grundschule Berrenrather Straße in Köln (300 Preisgeld). 250 Euro erhält die Redaktion von „Südi“ der Gemeinschaftsgrundschule Südallee in Düsseldorf, die es auf Platz fünf des Wettbewerbs geschafft hat.
Die Fachjury hat der Schülerzeitung „Flinke Feder“ von der Grundschule Rahm in Duisburg erneut einen Sonderpreis von 250 Euro verliehen – für ihr besonderes Layout und ihre pfiffigen Artikel.
Bei den Förderschulen belegen die Redakteurinnen und Redakteure der „Alfterer Superzeitung“ der Vorgebirgsschule in Alfter in diesem Jahr den ersten Platz, der mit 600 Euro dotiert ist. Auf Platz zwei landet die LVR- Helen-Keller-Schule aus Essen mit ihrer Zeitung „Helen-Keller-Geister“ . Die Schülerinnen und Schüler freuen sich über 500 Euro Preisgeld. Die Redaktion der „Gerricus News“ der LVR-Gerricus Schule aus Düsseldorf belegt Platz drei und erhält 400 Euro.
Die Redaktion „Jahrbuch der Erika-Rothstein-Schule“ der gleichnamigen Schule aus Solingen hat erstmals am Wettbewerb teilgenommen und direkt Platz vier belegt, der mit 300 Euro dotiert ist.
Im Wettbewerb der Online-Zeitungen konnte sich „Schulgeflüster“ vom Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg durchsetzen. So geht das Preisgeld in Höhe von 800 Euro nach Duisburg. Den zweiten Platz der Online-Zeitungen belegt in diesem Jahr die Redaktion „Coole Schule – Fuchsnachrichten“ der Gemeinschaftsgrundschule Ründeroth aus Engelskirchen (600 Euro Preisgeld).
Die Redaktion „Doppelpünktchen“ der Gesamtschule Brüggen freut sich über den dritten Platz (500 Euro Preisgeld). Der vierte Platz und 400 Euro Preisgeld gehen nach Duisburg an die Redaktion „Karlchen“ der Karl-Lehr- Realschule.
Insgesamt gibt es in der Wettbewerbsrunde Preise im Wert von 13.000 Euro für die teilnehmenden Schülerzeitungsredaktionen. Den Schülerzeitungswettbewerb der rheinischen Sparkassen und Tageszeitungen gibt es bereits seit mehr als 40 Jahren. Damit ist er bundesweit einer der ältesten und renommiertesten seiner Art.