Trotz wirtschaftlicher Stagnation verzeichneten die rheinischen Sparkassen 2025 ein deutliches Wachstum im Kreditgeschäft mit Kundinnen und Kunden. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich gegenüber 2024 um knapp 4,0 Mrd. Euro oder 2,8 % auf 144,1 Mrd. Euro (2024: +1,0%).
Blickt man dabei auf den Bestand der Kredite an Unternehmen und wirtschaftlich Selbständige, so stieg dieser um 1,2 Mrd. Euro oder 1,6 % (2024: +0,5 %) auf 75,7 Mrd. Euro. Die private Kreditnachfrage belebte sich 2025 ebenfalls weiter: Das Kreditvolumen erhöhte sich um 900 Mio. Euro oder 1,6 % (2024: +0,1 %) auf 56,4 Mrd. Euro. Private Wohnungsbaukredite verzeichneten einen Bestandszuwachs von 950 Mio. Euro (+1,9 %; 2024: +0,1 %). Bei Konsumentenkrediten kam es erneut zu einem Bestandsrückgang (-1,4 %; 2024: -0,3 %).
Positiv entwickelte sich das Kredit-Neugeschäft (+21,2 %). Die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbstständige lagen mit 12,0 Mrd. Euro um 15,2 % über denen des Vorjahres. Das Darlehens-Neugeschäft mit Privatpersonen erholte sich 2025 weiter von dem starken Einbruch im Jahr 2023 und verzeichnete eine Steigerung der Zusagen um 17,4 % (2024: +26,0%; 2023: -38,7 %) auf 7,8 Mrd. Euro. Hiervon entfielen 6,7 Mrd. Euro (+19,9 %) auf Zusagen zur Finanzierung privater Wohnungsbaukredite und 1,1 Mrd. Euro (+4,6 %) auf Darlehenszusagen für Konsumentenkredite.
Bei den Kundeneinlagen der rheinischen Sparkassen gab es nach 2024 auch im Jahr 2025 kräftige Mittelzuflüsse. Der Einlagenbestand erhöhte sich um 4,9 Mrd. Euro oder 3,3 % auf 154,0 Mrd. Euro (2024: +3,2 %). Insgesamt stiegt damit der Einlagenbestand in den letzten beiden Jahren um 9,6 Mrd. Euro.
Aufgrund der Zinssituation setzte sich bei den Kundinnen und Kunden der Trend fort, Anlagebeträge von Spareinlagen und Termingeldern in nennenswertem Umfang hin zu Eigenemissionen umzuschichten. Das Umsatzwachstum im Kundenwertpapiergeschäft setzte sich 2025 weiter fort. Der gesamte Wertpapierumsatz betrug 32,9 Mrd. Euro und ist damit nach dem Jahr 2007 der zweithöchste jemals erreichte Wert. Er lag um 12,9 % über dem Vorjahreswert (2024: +25,5 %). Der Nettoabsatz an Kundinnen und Kunden fiel mit +1,4 Mrd. Euro um 147,5 % höher aus als im Vorjahr (+0,6 Mrd. Euro).
2025 haben die Sparkassen im Rheinland ein gutes operatives Ergebnis erzielt, das nur knapp unter dem des Vorjahres liegt. Der Zinsüberschuss beläuft sich auf 3,79 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 5,8 % gegenüber 2024 entspricht. Der Provisionsüberschuss stieg um 4,7 % auf 1,43 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist von 2,47 Mrd. Euro im Jahr 2024 auf 2,13 Mrd. Euro in 2025 gesunken. Trotz dieses Rückgangs lag die Cost-Income-Ratio bei 59,9 %.
Im Bereich der Risikovorsorge hat sich die Situation leicht verbessert: Die Einzelwertberichtigungen waren rückläufig, während die Nettozuführung an Pauschalwertberichtigungen leicht zugenommen hat. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft betrug 363,4 Mio. Euro und liegt damit leicht unter dem Vorjahreswert. Die Bewertungserträge im Wertpapiergeschäft hingegen sind stark um 47,7 % auf 138,5 Mio. Euro gestiegen, was die stabile Ertragslage weiter unterstützte.
In Summe hat sich das Betriebsergebnis nach Bewertung der Kredite und Wertpapiere mit rund 1,9 Mrd. Euro auf hohem Niveau stabilisiert. Der Bilanzgewinn beträgt 399,6 Mio. Euro, 50 Mio. Euro mehr als im Vorjahr.
| 195,8 | Milliarden Euro Bilanzsumme |
| 154,0 | Milliarden Euro Kundeneinlagen |
| 144,1 | Milliarden Euro Kreditvolumen |
| 27 | Sparkassen mit |
| 917 | Filialen, darunter |
| 354 | SB-Geschäftsstellen und |
| 22 | mobile Filialen |
| 25.169 | Mitarbeiter/-innen |
| 1.846 | davon Auszubildende |
| 5,1 | Millionen Girokonten |
| 5,8 | Millionen Sparkassen-Cards |
| 1,12 | Millionen MASTERCARDs |
| 0,09 | Millionen VISA-Cards |
| 2.095 | Geldausgabeautomaten |