„Jugend musiziert 2024“ – Auftakt zum Landeswettbewerb am 8. März 2024

Besondere Projekte

William Kentridge im Museum Folkwang Essen

Listen to the Echo

Im Herbst 2025 ehrten das Museum Folkwang in Essen und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden den südafrikanischen Künstler William Kentridge zu seinem 70. Geburtstag mit einer großen gemeinsamen Ausstellung. Unter dem Titel „Listen to the Echo“ zeigen beide Häuser parallel umfangreiche Präsentationen, die zusammen einen breiten Überblick über sein künstlerisches Werk und seine interdisziplinäre Arbeitsweise geben.

Kentridge zählt international zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern. Bekannt wurde er vor allem durch seine gezeichneten Kurzfilme, in denen er sich mit Apartheid, Kolonialismus, Geschichte und gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzt. Seine Arbeiten umfassen Zeichnungen, Filme, Druckgrafiken, Skulpturen, Tapisserien sowie Bühnen- und Opernprojekte.

In Essen liegt ein Schwerpunkt auf Werken, die Bezüge zum Ruhrgebiet herstellen und Themen wie Industriegeschichte, Kolonialismus und künstlerische Zusammenarbeit aufgreifen. In Dresden wird Kentridges Werk an drei Orten gezeigt; dort stehen unter anderem das Thema der Prozession, Druckgrafik und die Verbindung von historischem Puppentheater mit digitalen Formen im Mittelpunkt.

Die Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland unterstützte die Ausstellung. 

Im Gespräch mit Leif Randt

Let's talk about feelings

Im Rahmen der Reihe „Im Gespräch“ der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland war Leif Randt im Herbst letzten Jahres im RSGV zu Gast. Im Gespräch mit Philip Holstein, Leiter Kulturressort bei der RP in Düsseldorf, war sein Roman „Let’s Talk About Feelings“ Thema – ein ebenso feinfühliges wie überraschend optimistisches Buch über Abschied, Trauer und persönliche Neuorientierung.

Randt entwirft darin das Porträt eines „Coming-of-Middleage“, das die Lebensmitte nicht als Stillstand, sondern als Phase leiser Transformation begreift.

Im Zentrum steht Marian Flanders, 41, Betreiber einer Westberliner Boutique, deren ästhetischer Anspruch größer ist als ihr wirtschaftlicher Erfolg. Nach dem Tod seiner Mutter Carolina, einst ein gefeiertes Fotomodell, organisiert Marian eine ungewöhnliche Trauerfeier auf dem ehemaligen Partyboot seines Vaters. Die Zeremonie markiert für ihn den Beginn eines vermeintlich freudloseren Lebensabschnitts – und wird zugleich zum Ausgangspunkt eines Jahres des Wandels.

Im Laufe der Erzählung verschiebt sich der Blick des Hauptdarstellers auf sich selbst und die Welt. Randt beschreibt diese Entwicklung mit charakteristischer Klarheit und feinem Gespür für Zwischentöne – und eröffnet dabei einen ungewohnten, hoffnungsvollen Blick auf das Älterwerden.

Das Publikum bei der Veranstaltung im RSGV war im Anschluss ganz begeistert von diesem besonderen Moment an einem – eigentlich – ganz normalen Dienstagabend.

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