… ist gedacht für Frauen mit (ersten) Führungserfahrungen oder Frauen, die eine Fach- / Führungskarriere anstreben. Für eine Teilnahme an dem zwölf Monate dauernden Programm ist es wichtig, dass
Aktuell läuft die sechste Runde Cross Mentoring des RSGV für die rheinischen Sparkassen. Gestartet ist sie im Oktober 2025, sie endet im Oktober 2026.
Das Programm wird vom RSGV controlled, d. h. es wird genau geprüft, wie die Karriere der ehemaligen Mentees in ihren Sparkassen nach dem Programm verläuft. Die Ergebnisse sind vielversprechend: der überwiegende Teil der Kandidatinnen hat höhere Karrierestufen erklommen – bis hin zur Verhinderungsvertreterin.
Profundes Wissen in Sachen Banksteuerung und Treasury ist Voraussetzung für die Übernahme vieler entscheidender Positionen in einem Kreditinstitut. Daher gab es Ende Februar 2026 einen ganz besonderen Workshop für Abteilungsleiterinnen der rheinischen Sparkassen angeboten: #sieistleitung meets Banksteuerung mit u. a. dem Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Düsseldorf, Dr. Stefan Dahm. In 2025 stand ein eintägiger Blick hinter den Kulissen bei der Finanz Informatik in Münster auf der Agenda.
Nicht jede:r kann eine Sparkasse leiten. Dafür gibt es triftige Gründe. Sparkassen spielen in der Volkswirtschaft eine bedeutende Rolle, da sie mit Geld arbeiten, das ihnen anvertraut wird. Deshalb müssen die Institute sicherstellen, dass die Kandidatinnen und Kandidaten für die Geschäftsleitung – neben den ordentlichen Vorständen als Organmitglieder also auch stellvertretende Vorstandsmitglieder und Verhinderungsvertretende – sowohl fachlich geeignet als auch persönlich zuverlässig sind. Wer auch immer von den Instituten für die Geschäftsleitung ausgewählt wird, wird von der BaFin genau unter die Lupe genommen.
Dabei sind die Prüfungskriterien, die die BaFin in der Aufsichtspraxis insbesondere an die praktischen Bankerfahrungen anlegt, nicht starr. Das wirft häufig Fragen auf: Reicht meine Führungsspanne aus? Habe ich ausreichend Kreditvolumina verantwortet? Wo muss ich ggf. sonst noch eingesetzt werden?
Genau um diese Themen ging es in einem Workshop im Oktober 2025 im RSGV. Verbandsgeschäftsführerin Saskia Lagemann und Verbandssyndikus Dr. Alexander Jochum gaben praxisnahe Informationen zur Erlangung der Geschäftsleiterqualifikation und standen interessierten Kolleginnen und Kollegen aus den rheinischen Sparkassen für Fragen zur Verfügung.
Eingeladen waren alle Frauen und Männer aus den rheinischen Sparkassen, die Interesse daran haben, in naher Zukunft die Geschäftsleiterqualifikation zu erreichen beziehungsweise eine entsprechende Position einzunehmen, sowie alle Frauen, die die bisherigen fünf Runden Cross Mentoring beim RSGV durchlaufen haben. Eingeladen waren auch diejenigen, die sich bereits in der Qualifizierung befanden.
Im deutschen Bankensektor sind Frauen zwar insgesamt stark vertreten, in Führungs- und vor allem Vorstandspositionen jedoch nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Dafür gibt es viele Gründe, etwa unterschiedliche Sozialisation, fehlende Vorbilder, Unterbrechungen im Karriereverlauf, mangelnde Förderung oder strukturelle Hürden in Auswahlverfahren.
Ein Aspekt wurde dabei lange weniger beachtet: die Sprache in Stellenanzeigen. Sie ist oft der erste Kontakt zwischen Bank und Bewerbenden und damit der Beginn der Rekrutierung. Stellenanzeigen beschreiben nicht nur Aufgaben und Anforderungen, sondern vermitteln bereits vor einer Bewerbung, wer sich angesprochen fühlen soll und wem eine Position zugetraut wird. Gerade Frauen empfinden diese Sprache häufig als zu männlich geprägt.
Eine aktuelle Studie der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management in Zusammenarbeit mit dem RSGV liefert dazu neue Erkenntnisse. Analysiert wurden 465 Stellenanzeigen von 244 Kreditinstituten aus Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken. Betrachtet wurden Positionen mit und ohne Führungsverantwortung sowie Stellen aus Markt, Marktfolge und Stab. Aus der Studie ist für die Praxis der JobAd Analyzer entstanden – ein KI-gestütztes Tool, das sprachliche Muster erkennt und mögliche Hürden für Bewerbungen sichtbar macht.