Provinzial wächst in Schaden- und Unfallversicherung erneut stärker als der Markt
Der Provinzial Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 erneut seine starke Position auf dem deutschen Versicherungsmarkt behauptet. So wurde in der Schaden- und Unfallversicherung zum achten Mal in Folge ein marktüberdurchschnittliches Wachstum erzielt. Die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft beliefen sich auf 4,1 Mrd. Euro. Dies bedeutete ein Wachstumsplus von 4,3 %. Damit wurde das vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erhobene Marktwachstum für die Schaden-/Unfall- und Lebensversicherung von 4,0 % einmal mehr deutlich übertroffen, zudem lagen die Beitragseinnahmen klar über der Zuwachsrate des vergangenen Jahres (+ 3,3 %).
Die gesamten Beitragseinnahmen der Versicherungsunternehmen des Konzerns beliefen sich im Jahr 2022 auf 6,5 (6,8) Mrd. Euro. Hier wirkte sich der Rückgang bei den Einmalbeiträgen im Lebensversicherungsgeschäft aus. Zum Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung trugen alle regionalen Gesellschaften des Konzerns bei. Die Provinzial Versicherung AG verbesserte die Beitragseinnahmen im Gesamtgeschäft um 5,1 % auf 2.930,3 (2.787,8) Mio. Euro. Die Lippische Landesbrandversicherung AG steigerte ihre gebuchten Beitragseinnahmen auf 116,2 (115,4) Mio. Euro – ein Plus von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr. Erfreulich und über dem Marktdurchschnitt entwickelte sich insbesondere die Verbundene Wohngebäudeversicherung.
Die Beiträge der ProTect Versicherung AG gingen um 3,1 % auf 187,7 (193,7) Mio. Euro zurück. Bei der Sparkassen DirektVersicherung AG sanken die Beiträge um 1,7 % auf 127,1 (129,3) Mio. Euro.
Im Vergleich zum durch die Unwetterkatastrophe „Bernd“ extrem belasteten Vorjahr reduzierte sich die Schadenbelastung im Jahr 2022 erheblich. Die Schadenaufwendungen des Konzerns sanken um 24,8 %. Dennoch schlugen die Wintersturmserie zu Beginn des vergangenen Jahres sowie das Unwetter „Emmelinde“ im Mai 2022 mit rund 400 Mio. Euro spürbar zu Buche.
In der Lebensversicherung verzeichnete der Provinzial Konzern trotz der hohen Volatilitäten an den Finanzmärkten erfreuliche Zuwächse bei den fondsgebundenen Policen (+ 33,0 %). Die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung betrugen insgesamt 2,24 Mrd. Euro (-17,8 %). Insbesondere wegen der Zinssteigerungen und dem daraus resultierenden veränderten Anlageverhalten in Nichtversicherungsprodukte gab es eine deutlich geringere Nachfrage nach Einmalbeitragsprodukten. Die Gesamtbeitragseinnahmen gingen daher bei der Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG auf 865,0 (1.262,3) Mio. Euro und bei der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG auf 1.390,4 (1.476,6) Mio. Euro zurück.
Die Provinzial Holding AG erzielte einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 84,5 (-131,6) Mio. Euro und übertraf damit die im Rahmen der Fusion des Provinzial Konzerns gesteckten Ergebnisziele. Die Solvenzquote für den Provinzial Konzern (250 %) liegt weiterhin auf einem hohen, marktüberdurchschnittlichen Niveau.